Diagnosegeräte – Alles Wichtige zum Thema

Alles Wichtige zum Thema Diagnosegeräte (Bild: XiTECH)Eine Fehlfunktion des Fahrzeugs wird dem Fahrer meist per Kontrollleuchte oder über den Bordcomputer mitgeteilt. Doch welcher Fehler genau sich dahinter versteckt, ist meist uneinsichtig: Dies ist mit einem Diagnosegerät auszulesen. Alles Wissenswerte dazu haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Was bringen Diagnosegeräte?

Grundsätzlich ist die Funktion von Diagnosegeräten das Auslesen von Fehlercodes, die von der Fahrzeugelektronik abgespeichert wurden. Dies kann für Privatpersonen sinnvoll sein, um gezielt auf bestimmte Bereiche des Fahrzeugs zuzugreifen. Neben dem Zugang zu den Fehlercodes ist es auch möglich bestimmte Fahrzeugdaten auszulesen wie beispielsweise Spritverbrauch, Temperaturen von verschiedenen Flüssigkeiten und Sensorwerte und diese in Echtzeit zu begutachten.


Das Auslesen des Fehlerspeichers ist in erster Linie für Werkstätten sinnvoll, um Rückschlüsse auf einen Defekt führen zu können. Auch als Privatperson, die selbst Reparaturen durchführen möchte, sich auf einer Reise befindet oder sich im Vorfeld eines Werkstattbesuchs informieren möchte, ist ein Diagnosegerät sinnvoll um frühzeitig Bescheid zu wissen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Sollte es zu einem Defekt oder einer Fehlfunktion kommen, bei dem vom Fahrzeug nicht mehr Informationen als beispielsweise die Motorkontrollleuchte ausgegeben wird, kann ein Diagnosegerät hilfreich sein. Mit dem ausgelesenen Fehlercode kann meist eine Ursache, oder zumindest eine genauere Beschreibung des Problems ausgemacht werden. Bei einem Besuch der Werkstatt wird ebenso ein Diagnosegerät verwendet, um Fehlerquellen möglichst schnell und unkompliziert auszulesen und entsprechende Rückschlüsse zu ziehen.

Für Privatpersonen sind Diagnosegeräte nützlich, um die bisherigen Anzeigen im Fahrzeug um einige Daten zu erweitern und um sich selbst über diverse Fehlercodes zu informieren. Auch können anstehende Reparaturen bei einer Werkstatt auch schon mit Vorwissen besprochen werden. Diverse Diagnosegeräte für den Privatgebrauch können oft günstig im Netz erworben werden.

Welche Fahrzeuge können mit einem Diagnosegerät ausgelesen werden?

Beispiel eines Diagnosegerätes (Bild: Autel)Heutzutage ist in fast jedem zugelassenen Fahrzeug ein OBD-2 System verbaut. Die zweite Generation der On-Board-Diagnostik setzt sich von der ersten insoweit ab, dass diese genormt wurde. Bereits Mitte der Sechziger mussten die deutschen Automobilhersteller nach Amerika ausgelieferte Fahrzeuge mit der OBD-2 Norm ausstatten, da diese Norm in den Vereinigten Staaten bereits früher eingeführt wurde.

In Deutschland wurde die neue Norm um den Jahrhundertwechsel eingeführt. Zuerst nur bei Benzin-Fahrzeugen bis 2,5 Tonnen, in den folgenden Jahren auch bei allen weiteren Antriebsarten. Ab 2007 werden alle in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge mit der OBD-2 Norm ausgestattet.

Bei der Suche nach einem passenden Diagnosegerät sollte also darauf geachtet werden, ob das persönliche Fahrzeug der OBD-2 Norm entspricht. Dies ist vom Baujahr, der Kraftstoffart und der zulässigen Gesamtmasse abhängig, eine passende Übersicht kann auf OBD-2.de gefunden werden. Bei älteren Fahrzeugen ist aber meist noch eine nicht-genormte Diagnose vorhanden, wofür auch Diagnosegeräte vorhanden sind. Hier müsste allerdings je nach Marke und Modell ein Gerät gesucht werden, da dies jeder Hersteller anders gehandhabt hat.

Was kosten Diagnosegeräte?

Die Preisspanne ist hier gewaltig. Es gibt bereits Lösungen für wenige Euro, welche die OBD Schnittstelle mittels Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Dabei ist aber meist darauf zu achten, welche Fahrzeuge unterstützt werden, denn trotz einer Norm kann es sich bei einzelnen Diagnosegeräten um fahrzeug- oder modellspezifische Artikel handeln.

Ein qualitativer Unterschied der Geräte ist bei der Übersetzung zu erkennen: Während höherpreisige Geräte meist automatisiert einen Fehlercode erkennen und diesen übersetzen, geben niedrigpreisige nur den Code an sich aus, welcher noch von Hand übersetzt und recherchiert werden muss. Für die private Nutzung sind Diagnosegeräte unter 100 Euro, welche für das Fahrzeug hergestellt werden, vermutlich der beste Kompromiss aus Qualität und Preis. Diese sind wahrscheinlich auch die beste Lösung für die eigene Werkstatt oder Garage daheim.

Wie funktionieren Diagnosegeräte?

Das System, welches den Diagnosegeräten ermöglicht auf die Elektronik zuzugreifen, wird On-Board-Diagnose – kurz OBD – genannt. Diese wird, seitdem es eine Norm gibt, auch OBD-2 Schnittstelle bezeichnet. In jedem Fahrzeug ist heutzutage eine OBD-Schnittstelle gegeben, welche mehr oder weniger einfach zu erreichen ist. Oftmals muss ein Bauteil in der Nähe des Fahrersitzes mittels einer dafür vorgesehenen Aussparung entfernt werden. Der Anschluss verbirgt sich dann darunter. Hier können wahlweise Bluetooth Adapter, USB-Adapter oder sonstige Stecker angeschlossen werden, um einen Datenaustausch zu starten. Nun kann sowohl auf die gespeicherten Fehlercodes als auch auf die Sensoren zugegriffen werden.

Je nach Diagnosegerät werden die blanken Fehlercodes ausgegeben. Verschiedene Internetportale, sowie meist kostenpflichtige Programme können den Fehlercode deuten und Aufschluss über Fehlfunktionen geben. Hochwertige Diagnosegeräte haben diese Funktion ebenfalls integriert, sind aber meist kostenintensiver.

Der Funktionsumfang hängt nicht zuletzt auch vom Preis ab, denn bei der unübersichtlichen Marktlage gibt es auch viele qualitative Unterschiede. Hilfreich sind bei der Kaufentscheidung meist aktuelle Tests und Erfahrungsberichte und Kundenrezensionen.

Brauche ich fundiertes Wissen, um ein Diagnosegerät nutzen zu können?

Wer sich ein Diagnosegerät zulegt, wird meist mit einer Fülle an komplizierten Formulierungen und Funktionen erschlagen. Jedoch sollte man sich nicht von diesen abschrecken lassen, denn die Ausgabe ist meist relativ einfach zu erreichen. Bei Geräten, welche mit Hilfe des Smartphones bedient werden sind die Bedienung und die Nutzeroberfläche meist selbsterklärend und die gewünschten Daten schnell gefunden.


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