ECE – ABE – Prüfzeichen – Gutachten – Genehmigung

ECE - ABE - Prüfzeichen - Gutachten - GenehmigungAlso mal Hand aufs Herz. Im Tuningteile-Dschungel mit den diversen Prüfzeichen kennt sich doch ein Anfänger überhaupt nicht mehr aus. Und selbst mancher Profi kann die verschiedenen Genehmigungen nicht mehr auseinander halten. Es gibt ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis), EG- bzw. ECE-Genehmigung, Teilegutachten nach §19(3) und die Einzelabnahme – um nur die wichtigsten zu nennen.

Die einfachste und kostengünstigste Variante ist die EG- bzw. ECE-Genehmigung. Hier am Beispiel einer Alufelge erklärt. Alufelgen bzw. Nachrüsträder haben die Bezeichnung ECE R124. Ein Verzeichnis der verschiedenen ECE-Regelungen findest Du hier. ECE bedeutet „Economic Commission for Europe“. Übersetzt ist es die Bezeichnung der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen.


Was bedeutet ECE?

ECE - ABE - Prüfzeichen - Gutachten - GenehmigungEin ECE-Rad entspricht in technischer Hinsicht einem OE-Rad (Original Equipment = Original- oder Erstausrüstung). Im Wesentlichen bedeutet dies, dass die Einpresstiefe und Bolzenlochausführung mit dem OE-Rad identisch sind. Abweichungen gegenüber dem OE-Rad darf es bei einem ECE-Rad nur hinsichtlich des Designs geben. Ist ein Rad technisch identisch mit dem OE-Rad, dann kann für dieses Rad eine ECE-Nummer beantragt werden. Wird die Nummer erteilt, so entfällt für dieses Rad in 48 Staaten eine Eintragungspflicht bzw. die Pflicht zur Mitführung einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE).

ECE – ABE – Prüfzeichen – Gutachten – GenehmigungDie Verwendung eines ECE Rades ist durch die EG-Genehmigung des Fahrzeuges abgedeckt. Somit ergeben sich folgende Vorteile bei der Verwendung eines ECE-Rades: Es kann das Originalzubehör eingesetzt werden, es ist keine TÜV Eintragung erforderlich bzw. es muss keine ABE mitgeführt werden. Bei der Verwendung eines ECE-Rades entstehen somit geringere Kosten. Erkenntlich wird ein ECE-Rad durch das Genehmigungszeichen und die Genehmigungsnummer, die in das Rad eingegossen werden müssen. Das internationale Genehmigungszeichen besteht u.a. aus einem Kreis, in dem sich der Buchstabe „E“ und die Kennzahl des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat.

ECE – ABE – Prüfzeichen – Gutachten – GenehmigungJetzt werden aber einige von Euch sagen: „Ich will doch kein OE-Rad an meinem getunten Golf. Das soll sich doch abheben von der Masse. Da müssen breite Schlappen drauf.“ Ok, der Meinung bin ich auch. Dafür gibt es die wohl immer noch gängiste Version der Genehmigung: Die ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis).

Ein ABE wird bei Alufelgen mitgeliefert, die vergleichbare Eigenschaften wie die OE-Felgen haben und sind vom Felgen-Hersteller bereits beim TÜV vorgeführt worden. Im Normalfall kann die Alufelge einfach verbaut und die ABE muss mitgeführt werden. Eine Eintragung ist dann nicht notwendig.

Aber Achtung: Bei manchen ABE handelt es sich um „Gutachten zur Erteilung eines Nachtrags zur ABE“ da heisst es unter Auflagen 11A) bzw. A01):

ECE – ABE – Prüfzeichen – Gutachten – Genehmigung„Der vorschriftsmäßige Zustand des Fahrzeugs ist durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr oder einen Kraftfahrzeugsachverständigen oder einen Angestellten nach Nummer 4 der Anlage VIIIb zur StVZO auf einem Nachweis entsprechend dem Beispielkatalog zu § 19 StVZO veröffentlichten Muster bescheinigen zu lassen.“

Die Eintragung / Abnahme ist dann aber nur bei bestimmten im ABE genannten Fahrzeugen notwendig, wenn z.B. eine andere Reifengröße verwendet wird. Also bei der Reifenwahl immer ins ABE schauen.

Das Teilegutachten

Wer allerdings eine ganz besonders abstrakte Alufelge fahren will, kommt mittels Teilegutachten nach §19(3) nicht um eine Eintragung drumrum. Eine Abnahme durch einen Sachverständigen ist zwingend erforderlich, da der Felgenhersteller teilweise Änderungen am Fahrzeug verlangt, die der Sachverständige überprüfen muss.

Die Einzelabnahme

Wurden selbst Änderungen am Fahrzeug vorgenommen oder Alufelgen verbaut, für die es keine der oben aufgeführten Bescheinigungen gibt, dann muss der Weg einer Einzelabnahme gegangen werden. Die dazu notwendige, umfangreiche Prüfung solcher Umbauten beim TÜV (und nur da!) ist in der Regel kostenintensiv und langwierig.

Es ist abschliessend zu empfehlen, sich die Alufelge zu kaufen, die einem selbst am besten gefällt. Seien wir mal ehrlich. Man gibt so viel Geld für Teile am Auto aus, da kommt es auf die paar Euro an Eintragung für die Alufelgen auch nicht mehr an.

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