Einpresstiefe Felgen – Erklärung und ET Rechner

Die Einpresstiefe (ET)Die Einpresstiefe von Felgen ist für viele angehende Schrauber noch ein Mysterium. Dabei ist sie sehr wichtig bei der Auswahl der Alufelgen. Was verbirgt sich hinter der Einpresstiefe? Was bedeutet sie? Und wieviel brauche ich für mein Fahrzeug? Wir wollen Euch die Einpresstiefe ein wenig näher bringen und erklären was es genau damit auf sich hat. Zum Schluss findest Du noch einen Rechner zur Berechnung der ET.

Was ist die Einpresstiefe (ET)

Die Einpresstiefe (ET) beschreibt, wie tief das Rad im Kotflügel bzw. Radkasten steht. In der Regel haben wir es mit festen Werten zu tun. Einige dreiteilige Felgen lassen etwas Spielraum zur Variation der Einpresstiefen. Man kann die von der Felge vorgegebene Einpresstiefe aber auch mit Distanzscheiben bzw. Spurverbreiterungen verändern.


Um zu wissen, wie man mit der Felgen ET umgeht, sollte man wissen, was sie genau ist. Genau so wichtig ist es aber, zu wissen, was eine Änderung der Einpresstiefen alles bewirken kann und wie die Einpresstiefen errechnet werden.

Schaubild EinpresstiefeMit der Einpresstiefe beschreibt man das Maß der Felgenmittelachse zur Radanschlussfläche. Die Radanschlussfläche ist die Fläche, mit der die Felge an der Bremsscheibe oder Bremstrommel anliegt (der Radflansch!).

Eine Felge mit einer Breite von 7,5 Zoll (ein Zoll entspricht umgerechnet 2,54 cm) ist 19,05 cm (7,5 Zoll x 2,54 cm/Zoll = 19,05 cm) breit. Bei einer Einpresstiefe von Null ist die Felgenmitte = Radanschlussfläche. Das Maß nach aussen und innen ist in diesem Fall gleich und beträgt von der Mitte aus bei einer 7,5 Zoll Felge je 9,525 cm (19,05 cm/2 = 9,525 cm). Wichtig dabei ist, dass die Felgenbreite immer ohne das Felgenhorn – also immer im Felgenmaul – gemessen wird.

Bei der Verwendung einer positiven Einpresstiefe wandert die Radanschlussfläche nach aussen von der Felgenmitte weg. Die Verwendung einer negativen ET bewirkt, dass die Radanschlussfläche nach innen von der Felgenmitte zum Fahrzeug geht. Die Einpresstiefe (ET) wird immer in Millimetern angegeben.

Wenn eine positive Einpresstiefe, von beispielsweise ET + 35 verwendet würde, baut die Felge um 35 mm weiter nach innen zur Fahrzeugmitte hin. Wenn man von der Felgenmitte (ET 0 mm) ausgeht, verringert sich bei Verwendung der oben genannten Felge die Breite der Fahrzeugspur je Radseite um 35 mm, insgesamt also um 70 mm.

Bei Angabe einer negativen Einpressteife (Beipiel: ET – 35 mm) baut die Felge nach aussen. Die Breite der Fahrzeugspur wird größer (insgesamt um 70 mm von ET 0 mm ausgehend). Wenn man nun zwei gleich breite Felgentypen zur Verfügung hat, ein Felgentyp hat eine positive Einpresstiefe (ET + 35 mm), der andere Felgentyp eine negative Einpresstiefe (ET – 35 mm), kann man nur durch die Verwendung der anderen Einpresstiefe die Gesamtspurbreite um 140 mm (ET +35 mm: 35 mm + 35 mm = + 70 mm; ET – 35 mm: 35 mm + 35 mm = – 70 mm) verändern.

Lenkrollhalbmesser

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Verwendung der richtigen ET ist der Einfluss auf den Lenkrollhalbmesser. Mit Lenkrollhalbmesser wird das Abstandsmaß zwischen linken und rechten Reifen an der Vorderachse (Mitte der Radaufstandsfläche) auf der Strasse bezeichnet. Der Lenkrollhalbmesser ist spurstabilisierend und abhängig von der Einpresstiefe.

Wenn eine positive ET gewählt wird, verkleinert sich der Lenkrollhalbmesser. Bei der Wahl einer negativen Einpresstiefe oder wenn Distanzscheiben (Spurverbreiterungen) eingesetzt werden, vergrößert sich der Lenkrollhalbmesser.

Wenn ein kleiner Lenkrollhalbmesser und damit auch eine positive bzw. serienmäßige Einpresstiefe gewählt wird, lässt sich das Auto leichter, angenehmer und in extremen Fahrsituationen auch besser und sicherer beherschen.

Die bei einem kleinem Lenkrollhalbmesser bzw. positiver Einpresstiefe vorhandene Optik ist dabei natürlich Geschmackssache. Das Rad steht hierbei weiter im Radkasten und die Spurbreite ist kleiner, als beispielsweise bei der Verwendung einer neagtiven ET bzw. Distanzscheiben (Spurscheiben).

Bei den ein- oder zweiteiligen Felgen ist die Einpresstiefe oft vorgegeben und an der Felge nicht variabel. Man kann diese aber in gewissen Maßen durch das Unterlegen von Distanzscheiben (Spurverbreiterungen) beeinflussen.

Die optimale Distanzscheibe

Um die optimale Distanzscheibe in Verbindung mit der dafür nötigen Einpresstiefe zu errechnen, geht man wie folgt vor:

Angenommen, man will seine serienmäßige 6,5 Zoll Felge mit einer ET von 35 mm gegen eine 8,5 Zoll breite Felge tauschen. Zusätzlich soll die Felge / das Rad noch 3 cm weiter nach aussen stehen.

Serienmäßige Felgenbreite: 6,5 Zoll
Alte Einpresstiefe (ET): + 35 in Millimetern
Neue Felgenbreite: 8,5 Zoll

Berechnung:

6,5 Zoll x 2,54 cm/Zoll = 16,51 cm Breite der serienmäßigen Felge

16,51 cm / 2 = 8,255 cm entspricht der Felgen ET 0

8,255 cm – 3,5 cm = 4,755 cm baut die serienmäßige Felge nach aussen

8,5 Zoll x 2,54 cm/Zoll = 21,59 cm = Breite der neuen Felge

21,59 cm / 2 = 10,795 cm entspricht der Felgen ET 0

10,795 cm – 3,5 cm = 7,295 cm entspricht der Felgen ET 35 (Felge nach aussen )

Für die neue Felge, bei Verwendung einer 3 cm dicken Distanzscheibe, wäre also ET 35
(ET + 30 mm) optimal. Ohne die zusätzliche Distanzscheibe von 3 cm müsste eine Felge
mit ET 5 genommen werden.

Durch die Verwendung einer anderen Einpresstiefe oder einer Distanzscheibe kann man auch die von den Prüfstellen geforderte Freigängigkeit der Bremse – die nach der Umrüstung auf andere Felgen eventuell sonst nicht möglich wäre – erreichen. Auch wenn man dem momentanen Tuner-Trend zu größeren Bremsanlagen folgen will, wird man um eine Änderung der Einpresstiefe mittels Felge oder Distanzscheibe nicht herumkommen.

Man darf bei der ganzen Berechnung der Felgenbreiten und den Einpresstiefen natürlich nicht vergessen, dass der nötige Freiraum auch im Radhaus selbst vorhanden sein muss. Die Prüfstellen werden bei einer Abnahme natürlich nicht nur auf die Abdeckung der Reifenlauffläche und die Freigängigkeit der Bremse, sondern auch auf die Freigängigkeit des Rades zu den Aufhängungsteilen und der Karosserie hin achten.

Jetzt kannst Du die Auswirkungen berechnen, die bei einer geänderten Felgenbreite und ET (Einpresstiefe) der Felge entstehen. Zunächst die derzeitige Felgenbreite und Felgen ET eingeben, dann die gewünschte Breite und ET. Der Rechner wird die geänderten Platzverhältnisse an der Radinnenseite zum Radlauf, sowie die Veränderungen der Radaussenkante anzeigen. Kommt das Rad zuviel nach innen oder nach außen, besteht die Gefahr, daß der Reifen mit dem Radlauf oder Kotflügel in Berührung kommt.

Dieser Rechner dient nur zu Informationszwecken, ohne Gewähr und ohne Garantie!

Einpresstiefen ET Rechner

Wichtig: Damit der Rechner einwandfrei funktioniert, verwende bitte einen Punkt, anstatt eines Komma bei Bruchzahlen! Dieser ET Rechner ist Eigentum von Alufelgenland.de

Derzeitiges Felgenmaß:

Felgen-Breite J mit einer ET von: mm


Gewünschtes Felgenmaß:
Felgen-Breite J mit einer ET von: mm


Ergebnis:
Raum auf der Innenseite:
Außenkante des Rads:

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