Fahrzeuganmeldung – Wissenswertes rund um die Kfz-Zulassung

 
Fahrzeugschein

Im öffentlichen Straßenverkehr dürfen sich nur Autos bewegen, die zuvor angemeldet wurden. Deshalb ist jeder Käufer eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs zunächst zur Beantragung einer Kfz-Zulassung verpflichtet. Auch wer ein über eine längere Zeit stillgelegtes Fahrzeug wieder in Betrieb nehmen möchte oder Umbauten plant, benötigt dafür eine Zulassung. In diesem Artikel gibt es die wichtigsten Informationen.


Die erste Anlaufstelle bei der Anmeldung eines Fahrzeugs ist die örtlich zuständige Zulassungsstelle der Verkehrsämter. Nach § 46 Abs. 2 FZV ist für Privatpersonen die örtliche Zulassungsbehörde am Hauptwohnsitz zuständig. Eine Zulassung an einem Zweitwohnsitz ist auch dann nicht möglich, wenn der Fahrzeughalter dort die Regionalklasse besitzt. Handelt es sich um ein Firmenfahrzeug, ist die Zulassung am Ort des Firmensitzes bzw. der beteiligten Niederlassung vorzunehmen.

Der Ablauf der Kfz-Zulassung ist relativ unkompliziert. Liegen alle benötigten Unterlagen vor, geht man damit zur Zulassungsstelle und übergibt sie einem Sachbearbeiter. Der prüft sie anschließend und überträgt die Daten in das EDV-System der Verkehrsämter. In der Regel dauert das nur ein paar Minuten. Während des Prozesses wird dem Fahrzeug auch gleich ein Kennzeichen zugewiesen.

Da viele Autofahrer die Kombination von Buchstaben und Zahlen auf ihrem Kennzeichen gern individuell gestalten möchten, fragen die Sachbearbeiter in der Regel gleich nach, ob bestimmte Kennzeichenwünsche bestehen. Wenn das Wunschkennzeichen noch frei ist, wird es eingetragen. Dafür fällt eine einmalige Sondergebühr von etwa 10 Euro an.

Hinweis: Seit dem 1. Oktober 2019 können alle Standardzulassungsvorgänge im Internet vorgenommen werden. Für Neuzulassungen, Umschreibungen und alle Formen der Wiederzulassung ist lediglich ein Online-Formular erforderlich. Dadurch spart man sich die Zeit für den Weg zur Zulassungsstelle. Gleichzeitig wird die örtliche Behörde zusätzlich entlastet.

Diese Unterlagen braucht man für die Eintragung

Für die Kfz-Zulassung ist es nicht erforderlich, dass das anzumeldende Fahrzeug bei der Behörde vorgestellt wird. Bei der Anmeldung müssen lediglich die benötigten Unterlagen vollständig vorgelegt werden. Hierzu gehören:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (ehemals Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (ehemals Fahrzeugbrief)
  • Gültiger Personalausweis des Halters
  • Kfz-Versicherungsbestätigung (ehemals Doppelkarte)
  • Gültige TÜV-Bescheinigung für das Fahrzeug
  • Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamts über den aktuellen Wohnort des Halters
  • Kontodaten zur Abbuchung der Kfz-Steuer

Hinweis: Im Zusammenhang mit Ordnungswidrigkeiten und Verkehrsstraftaten spielt häufig die Frage eine Rolle, ob sich daraus Nachteile in einem bestehenden Versicherungsverhältnis ergeben können. Diese Möglichkeit ist grundsätzlich gegeben. Schlimmstenfalls kann es zu einem vollständigen Erlöschen des Versicherungsschutzes kommen. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Hilfe eines Anwalts für Verkehrsrecht wie Achim H. Feiertag in Anspruch zu nehmen.

Voraussetzungen für die Anmeldung

Neben der Versicherungsbescheinigung gibt es für eine Zulassung noch weitere Voraussetzungen. So ist etwa für nachträglich am Fahrzeug vorgenommene Veränderungen eine Betriebserlaubnis erforderlich.

Wenn die für die Änderungen genutzten Bauteile ein anerkanntes Zertifikat und ein amtliches Prüfzeichen aufweisen, kann das angebaute Teil auch ohne gesonderte Anmeldung bei der Zulassungsstelle genutzt werden. Amtliche Prüfzeichen erkennet man beispielsweise an einem großen E in einem Kreis oder einem kleinen e in einem Rechteck. Darüber hinaus macht das Zertifikat Angaben darüber, ob das Bauteil von einem Sachverständigen abgenommen werden muss.

Wenn ein Fahrzeug zu einem anderen Fahrzeugtyp umgebaut wurde – z. B. ein Pkw zu einem Wohnmobil – oder wenn Änderungen an Auspuffanlage, Bremsen, Motor, Fahrwerk oder tragenden Teilen vorgenommen, kann die Betriebserlaubnis erlöschen. In diesem Fall kann ein Sachverständiger dabei helfen, die Betriebserlaubnis zurückzuerlangen.

Bild: ©studio v-zwoelf/Adobe Stock


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