Leichter als gedacht: das Einparken

Leichter als gedacht: das EinparkenOb Männer oder Frauen schlechter einparken, bleibt wahrscheinlich ein ewiges Diskussionsthema zwischen den Geschlechtern. Wer sich einige Zeit an den Straßenrand stellt, kann beobachten, dass es sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen Geschlecht sowohl Exemplare gibt, die sich geschickt anstellen als auch solche, die es einfach nicht schaffen, den Wagen in die Lücke zu fahren. Allerdings ist Einparken nicht so schwer wie gedacht. Einige Ratschläge sind hilfreich, um auch in der Innenstadt eine passende Parkgelegenheit zu finden.

In ruhiger Umgebung üben


Das Wichtigste beim Einparken ist, dass die Fahrer eine gewisse Routine erlangen. Üben, üben und üben sollte daher bei Unsicherheit auf dem Programm stehen. Natürlich sollten die Übungsstunden nicht zur Hauptverkehrszeit an einer viel befahrenen Straße stattfinden. Wenn es hier nicht gelingt, mit nur ein paar Zügen einzuparken, staut sich schnell der Verkehr dahinter. Jetzt noch ruhig zu bleiben, die hupenden Autos zu ignorieren und souverän einige weitere Einparkversuche durchzuführen, gelingt nur den wenigsten. Stattdessen ist es sinnvoll, sich eine ruhige Nebenstraße oder einen abgelegenen Parkplatz zu suchen und dort die ersten Übungen zu absolvieren. Ideal wäre es, einen Verkehrsübungsplatz zu nutzen.

Abstände einschätzen lernen

Natürlich darf dabei kein fremdes Auto zu Schaden kommen. Immer wieder ist zu sehen, wie Unsichere das Parken mithilfe von Pylonen üben. Um die Abstände sicher einschätzen zu können, sind diese jedoch ungeeignet, da sie der Fahrer auf der Beifahrerseite nicht erkennen kann. Besser ist es daher, einen Laternenpfahl als Anhaltspunkt zu nehmen. Er ist deutlich von allen Sitzen aus zu erkennen. Wer allerdings zu stark auf das Gaspedal drückt, erhält schnell und deutlich das Signal, dass er die Entfernung zur Laterne falsch eingeschätzt hat. Ein leichter Fahnenmast, der zwischen Ziegelsteinen zu befestigen ist, leistet daher ebenso gute Dienste.

Möchten unsichere Fahrer das Risiko nicht eingehen, weder das eigene Fahrzeug noch einen Laternenpfahl zu beschädigen, bietet es sich an, sich an eine Fahrschule zu wenden. Es ist kein Problem, einige Stunden zu buchen, um genau an diesem Problem zu arbeiten. Da der Fahrlehrer einen besseren Überblick hat und jederzeit eingreifen kann, sind Beschädigungen recht selten. Wichtig ist anfangs, die Maße des Autos kennenzulernen. Besonders nach hinten und vorne sind die Abstände aufgrund der modernen Formen oft nur noch schwer zu sehen. Mit einem Maßband sowohl Motorhaube als auch Kofferraum einmalig auszumessen, ist daher durchaus sinnvoll. Wer weiß, dass der Motor einen Meter Platz braucht, obwohl es vom Fahrersitz aussieht, als würde das Auto direkt nach der Frontscheibe enden, kann Parklücken besser einschätzen. Vor allem wenn der Fahrer alleine einparken muss, ist es zudem keine Schande, zwischendurch auszusteigen, um nachzusehen, wie viele Zentimeter noch zu rangieren sind.

Anhaltspunkte beim Einparken beachten

Allerdings gibt es durchaus Tricks, mit denen sich das Manöver vereinfachen lässt. Während es relativ einfach ist, geradeaus zwischen zwei parkende Autos zu fahren, ist es für viele Fahrer deutlich komplizierter, längs in eine Parklücke zu rangieren. Hierbei hilft folgende Vorgehensweise:

  • Der Fahrer überprüft, ob er mit seinem Auto in die anvisierte Parklücke passt.
  • Er stellt sich dann mit seinem Fahrzeug neben das Auto, das vor der Lücke steht.
  • Nun fährt er langsam rückwärts.
  • Sobald er die C-Säule des neben ihm stehenden Autos im Fenster der Rücksitzbank sieht, schlägt er den Lenker ganz ein und fährt sehr langsam weiter.
  • Nun gilt es natürlich den hinteren Bereich weiterhin im Auge zu halten, gleichzeitig aber nach vorne zu sehen. Ist das Auto so weit gefahren, dass der rechte Kotflügel sich auf der Höhe des Kofferraums des anderen Autos befindet, wechselt der Fahrer die Richtung und schlägt das Lenkrad links ein.
  • Nun gilt es, weiter ein wenig Gas zu geben und rückwärts zu fahren. Im Allgemeinen lässt sich das Auto so ohne große Probleme in die Lücke fahren. Eventuell sind kleine Korrekturen notwendig.
  • Bevor der Fahrer das Auto verlässt, sollte er das Lenkrad in Mittelstellung bringen.
seitwärts Einparken nach rechts

Das Video wird von Youtube eingebettet. Beim Klick auf das Bild gilt die Datenschutzerklärung von Google.

Wesentlich einfacher ist es natürlich, wenn das Fahrzeug über eine Einparkhilfe verfügt. Selbst kleine Parklücken sind dann kaum noch ein Problem. Eine versteckte Kamera im Kennzeichen ist sehr gut geeignet, um den Abstand zum Hintermann immer im Auge zu behalten.

Außenspiegel beim Einparken nutzen

Den hinteren Bereich im Blick habenDen hinteren Bereich im Blick haben.

Einige Autofahrer machen sich das Rangieren allerdings unnötig schwer, indem sie nicht alle Spiegel nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen. Vor allem der rechte Außenspiegel kommt häufig nicht zum Einsatz, obwohl sich mit ihm gut der Abstand zum Bordstein überprüfen lässt. Allerdings ist er während der Fahrt so einzustellen, dass die Straße, Motorräder und Fahrräder gut zu erkennen sind. Ein toter Winkel ist dabei zu vermeiden.

Bild: 1 und 2: Pixabay.com @ Hans (CC0 1.0)


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