VW California Coast überzeugt im ADAC-Vergleichstest

ADAC Vergleichstest: Campingbusse

Bild: pincamp.de

Allein schon aufgrund seiner berühmten Vorgänger steht der California Coast aus dem Hause Volkswagen unter Druck auch in Zukunft richtungsweisend auf dem Campingmarkt zu agieren. Die Konkurrenz mit dem Ford Nugget, dem Mercedes Marco Polo, dem Opel Womondo Wave und dem Citroën Pössl Campster schläft keinesfalls und möchte dieses wichtige Marktsegment für sich erobern. Der ADAC-Vergleichstest zeigt, dass der VW California Coast weiterhin eine gute Investition ist. Dennoch gibt es Argumente auch andere Hersteller in Betracht zu ziehen.

30 Jahre Erfahrung bei Volkswagen mit dem California

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Als vor 30 Jahren der erste VW California auf dem Caravan Salon in Düsseldorf dem Publikum vorgestellt wurde, konnte sicherlich noch niemand erahnen, welche Erfolgsgeschichte daraus werden sollte. Die Kooperation zwischen Volkswagen und dem Ausbauspezialisten Westfalia erwies sich in den folgenden Jahren als positive Überraschung.

Mit den sogenannten Vans wurde eine neue Klasse auf dem Fahrzeugmarkt etabliert, die bis zum heutigen Tage ihre Käufer findet. Kompakt und vor allem alltagstauglich lassen sie sich problemlos auch durch den engsten Stadtverkehr navigieren. Diese jahrelange Erfahrung wird selbstverständlich bei der Entwicklung neuer Modelle genutzt, wobei sich die meisten Käufer dem Charme vergangener Tage nicht entziehen können.

VW California Coast wie ein alter Bekannter

ADAC Vergleichstest: Campingbusse

Bild: pincamp.de

Während die Konkurrenz mit neuem Design und neuer Basis versucht, den Rückstand wett zu machen, hat sich bei VW zumindest auf den ersten Blick weniger geändert. Der VW California Coast wirkt wie ein alter Bekannter und dies hat durchaus etwas Wohltuendes, denn mit Veränderungen gehen nicht unbedingt immer Verbesserungen einher. Als Basis dient dabei ein 2-Liter-TDI mit 150 PS, dessen Leistung sich gegen einen Aufpreis natürlich noch steigern lässt.

Aber schon hier gibt es erste signifikante Unterschiede zur Konkurrenz im ADAC-Test, denn dieser fällt keinesfalls mit einem transporterähnlichen Brummen auf wie etwa der Ford Nugget oder insbesondere der Opel Womondo Wave. Der Motor in Kombination mit dem 7-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe (DSG) lässt beim VW California Coast richtigen Fahrspaß aufkommen, was sich gerade auf längeren Strecken als Vorteil erweist.

Am Innenraum wurde nur wenig verändert, schließlich haben sich die bisherigen Konstruktionen als sehr funktionssicher erwiesen. Die drehbaren Einzelsitze vorne und die hintere Sitzbank lassen sich in eine Sitzgruppe verwandeln. Die umklappbare Sitzbank ermöglicht in der Summe eine Liegefläche von 1,20 x 1,88 Meter, auf der bequem zwei Personen Platz finden. Die Küchenzeile im VW-Van ist mit einem 2-Flammen-Kocher, einer Spüle, einer Kompressor-Kühlbox (42 Liter) sowie einem 30-Liter-Wassertank versehen.

Die angenehme Holzoptik im Innenraum sorgt beim Camping für Wohlfühl-Ambiente. Dank einer Gel-Batterie könnten die Besitzer auch mehrere Tage ohne externe Stromversorgung auskommen, wenn dies notwendig werden sollte. Neu ist beim VW California Coast der Anschluss für die Außendusche, falls diese gerne als Ergänzung in an Anspruch genommen werden möchte.

Fahrstabilität beim ADAC-Vergleichstest

Das 7-Gang-Wandler-Getriebe im Mercedes kann sich im Vergleich zum VW auf jeden Fall sehen lassen. Angemerkt wird von den Testern der schwammige Kupplungsdruckpunkt des Citroën, was sich sicherlich besser lösen lässt. Das dynamische Fahrverhalten des VW California Coast zeigt sich vor allem im Ausweichtest, den er als Bester bestehen kann. Der Citroën Pössl Campster muss ihm nur knapp den Vortritt lassen. Weniger überzeugend waren in diesem Kontext der Ford Nugget und der Opel Womondo Wave.

Beim Bremstest sind es erneut der VW California Coast und der Citroën Pössl Campster, die ihre Top-Positionen verteidigen können. Die Konkurrenz hat hier mit durchschnittlich zehn Meter mehr Bremsweg etwas Nachholbedarf.

Das Aufstelldach als charakteristisches Kriterium

Das Aufstelldach ist das Markenzeichen der Vans. Dabei fällt der Ford Nugget aufgrund der Innenraum-Konstruktion etwas aus der Rolle im ADAC-Vergleichstest, denn sein Dach öffnet sich nach hinten. Als nachteilig hat sich dies nicht erwiesen. Positiv ist der Mercedes Marco Polo in Erscheinung getreten, dessen Gummibänder verhindern, dass der Zeltstoff beim Schließen vom Hochdach versehentlich nach außen klappt.

Zudem wurde von den Stuttgartern ein relativ festes und winddichtes Material verwendet. Etwas aufwendig erscheint die Dach-Konstruktion des Citroën Pössl Campster, während der kraftaufwendige Faltmechanismus beim Opel Womondo Wave erneut dem Vergleich mit der Konkurrenz nicht standhalten kann.

Beim Wohnkomfort gibt erneut der VW California Coast die Richtung vor. Die eingangs beschriebenen Ausstattungsmerkmale erweisen sich als sehr vorteilhaft und ansprechend. Der Ford Nugget bietet hier mit seinen Küche im Heck eine neue Lösung, die durchaus interessant und clever ist. Ebenso gefällig ist die herausnehmbare Küche des Citroën Pössl Campster für das Kochen im Freien.

Fazit im ADAC-Vergleichstest

Die Kombination aus Fahrspaß und ansprechender Innenraumausstattung spricht weiterhin für den VW California Coast. Der Mercedes Marco Polo und der Citroën Pössl Campster können ihrerseits überzeugen und kommen als Alternative in Betracht.

Der Ford Nugget geht beim Innenraum neue Wege, allerdings gibt es hier noch Verbesserungspotenzial. Das Schlusslicht im Test bildet der Opel Womondo Wave.


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