Wird VW zum größten Batteriehersteller der Welt?

 
VW Werk Wolfsburg

Deutschlands größter Autobauer Volkswagen hat sich vorgenommen, den Trend hin zur Elektromobilität mitzubestimmen und im Idealfall sogar anzuführen. Zuletzt hatte der Konzern seine Anteile an dem amerikanischen Batteriehersteller QuantumScape erhöht.

Die Investition war den Wolfsburgern ganze 200 Millionen Euro wert. Die beiden Firmen arbeiten schließlich bereits seit acht Jahren zusammen und haben sogar ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Dieses soll in großen Serien Feststoffzellen-Batterien für Volkswagen produzieren.


Die Investition soll wird die Forschung und Entwicklung weiter vorantreiben. Der deutsche Autobauer ist damit der größte Anteilseigner von QuantumScape. Deren Feststoffzellen-Batterien gelten weithin als entscheidend für die Weiterentwicklung der E-Mobilität. Diese Art von Batterien hat eine höhere Kapazität und das bei gleicher Größe.

So steigt die Reichweite der Fahrzeuge, gleichzeitig verringern sich die Ladezeiten. Diese Innovation rückt den zentralen Bestandteil der E-Fahrzeuge in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit, denn dabei warten noch jede Menge Herausforderungen. Ich bin gespannt, ob dieser ambitionierte Plan aufgehen wird.

Vom Ersatzteil zum Game Changer

Die Elektromobilität und die Digitalisierung haben Batterien in allen Bereichen der Wirtschaft zu begehrten Bestandteilen gemacht. Lange Zeit waren diese lediglich ein unscheinbarer Begleiter. Sie steckten in Radios und Taschenlampen. Doch mit dem Aufkommen der Smartphones und der elektrischen Mobilität sind die Ansprüche an Batterien gewaltig gewachsen. Nun beschäftigen sich nicht nur wir die Konsumenten, die Automobilbranche und die Elektrobranche mit dem Thema, sondern auch zahlreiche andere Anbieter.

Smartphone-Hersteller legen Wert auf eine lange Haltbarkeit ihrer Akkus. Diese treten immer öfter in einen Wettlauf mit noch mehr und noch energieintensiveren Anwendungen. Online Spielanbieter wie das Online Casino von PokerStars stellen ihren Kunden einen sogenannten RSA-Sicherheits-Token zur Verfügung.

Dieses kleine Gerät sorgt für digitale Sicherheit und hält dank moderner Batterien sieben Jahre lang durch. Von solch einer Haltbarkeit können wir in anderen Bereichen derzeit nur träumen. Doch das könnte sich bald ändern.

Denn unterdessen forscht selbst das Fraunhofer-Institut in Deutschland an der Batterie der Zukunft. Dort arbeiten die Wissenschaftler an Aspekten wie der Reichweite, der Ladezeit, Größe, Gewicht und Tauglichkeit im Alltag. Gut möglich, dass das renommierte Institut auch hier einen Durchbruch erzielt. Schließlich ging die Digitalisierung der Musik von hier aus. Die Erfindung der MP3-Dateien hat das Institut einst weltberühmt gemacht und die Auswirkungen dieser Erfindung haben wir alle erlebt.

Doch vorerst liegt das Gesetz des Handelns bei Volkswagen. Dort möchte man in den nächsten zehn Jahren in allen Bereichen der E-Wertschöpfungskette zum Marktführer aufsteigen. Die strategischen Entscheidungen dazu fallen jetzt und können sich bereits sehen lassen.

Electric vehicle only

Schritt um Schritt in eine neue Auto-Welt

Immerhin liegt der Konzern mit seinen Marken VW, Porsche, Skoda und Seat bereits in vielen Ländern Europas an der Spitze der Elektroauto-Charts, wie ich mit Interesse herausgefunden habe. Ab September dieses Jahres gehen die Wolfsburger dann in die Vollen. Dann beginnt die Auslieferung des ID.3. Ab diesem Zeitpunkt wird der Konzern jeden Monat neue E-Autos vorstellen. Damit hat der Vorstand einen Prozess eingeleitet, der nur mehr schwer umkehrbar sein wird. Alle Ziele in Wolfsburg wurden auf eine erfolgreiche Umsetzung der E-Mobilität ausgerichtet. Die bisher gesetzten Initiativen sind zahlreich und beweisen mir, dass es den Managern erst ist.

So wurde im September des Vorjahres ein gemeinsames Unternehmen mit Northvolt zur Produktion von Lithiumzellen gegründet. Diese wird in Salzgitter stattfinden, in vier Jahren soll dort eine Kapazität von 16 Gigawattstunden erreicht werden. Mittlerweile hat Volkswagen seine Anteile an Northvolt weiter aufgestockt. Das neue Zentrum für die Montage der Batteriesysteme befindet sich seit einem halben Jahr in Braunschweig. Ganze 500.000 Stück pro Jahr sollen dort vom Band rollen.

Dem steht Audi in nichts nach, der Premiumhersteller des Konzerns will seine Batteriemontage in Ingolstadt hochziehen. Selbst in China war man nicht untätig. Dort hat Volkswagen rund ein Viertel des lokalen Batterieherstellers Gotion High-Tech erworben. Die Investition in das US-Unternehmen QuantumScape ist damit der letzte Schritt in einer langen Reihe von Entscheidungen die ganz klar in Richtung E-Mobilität gehen.

Lange Zeit hat man Volkswagen vorgeworfen die aktuellen Trends verschlafen zu haben. Ich denke, dass dieser Vorwurf mittlerweile überholt ist. Volkswagen hat bereits harte Fakten geschaffen und gezeigt, dass man mit Vollgas in eine elektrische Zukunft unterwegs ist. Ich bin gespannt, wie die Konsumenten auf den ID.3 reagieren werden. Tesla kann sich schon einmal warm anziehen.

Bild 1: pixabay.com
Bild 2: pixabay.com


Teile diese Seite:

Das könnte Dich auch interessieren